Ratgeber

Freitragende Tore planen: Standort-Checkliste

Erfassen Sie Öffnung, Rücklaufraum, Bodenhöhen und Zufahrtsnutzung, bevor die Anordnung eines freitragenden Tores festgelegt wird.

Von CAIMENVeröffentlicht
Teilen
Schiebetor und Stützpfosten in einer Innenausstellung
Inhaltsverzeichnis

Die Planung eines freitragenden Schiebetores beginnt mit dem Raum, den das gesamte Tor einnehmen wird, nicht nur mit der Öffnung, die es verschließt. Die Standortaufnahme muss die Fahrzeugdurchfahrt, den seitlichen Rücklaufraum und den Boden unter dem beweglichen Torflügel getrennt erfassen. Torhöhe, Füllung, Lagerungsbedingungen und Nutzung der Zufahrt vervollständigen das Bild. Mit diesen Angaben lässt sich eine vorgeschlagene Anordnung prüfen; ihre Konstruktionsmaße ergeben sich daraus allein jedoch nicht.

Ein freitragendes Tor wird neben der Zufahrt gelagert und benötigt deshalb keine durchgehende Laufschiene in der Fahrzeugdurchfahrt. Der Lagerungsbereich und der gesamte Bewegungsweg bleiben damit ebenso wichtig wie die Einfahrt selbst. Das Konstruktionsprinzip eines freitragenden Tores erklärt, warum das hintere Flügelstück zur beweglichen Baugruppe gehört.

Durchfahrtsöffnung und seitlichen Raum getrennt erfassen

Die lichte Öffnung ist die Durchfahrt, die zwischen den festen Teilen der Einfahrt verbleibt. Sie ist nicht der Abstand zwischen Zierelementen, die Fahrzeuge nicht passieren können. Erfassen Sie neben der Öffnung auch den vorgesehenen Fahrweg und nahe Pfeiler oder Einrichtungen, die die Anfahrt verengen.

Der seitliche Rücklaufraum ist eine eigene Angabe: der hindernisfreie Bereich in der vorgesehenen Öffnungsrichtung. Ein langer Zaun bietet nicht zwangsläufig einen nutzbaren Bewegungsweg. Eine Mauerecke, ein Pflanzbeet, ein Pfeiler oder ein fest installierter Schrank kann ihn unterbrechen. Fotos entlang der Grundstücksgrenze zeigen Einschränkungen, die in einer Frontalansicht fehlen.

Der vollständige Torflügel umfasst den Teil, der die Einfahrt schließt, und die hintere Verlängerung. Die erforderliche Länge und Lagerungsanordnung hängen vom gewählten System ab. Wer vor Festlegung dieser Konfiguration einen geläufigen Prozentsatz für das hintere Flügelstück ansetzt, kann den Platzbedarf falsch einschätzen. Die Standortaufnahme sollte den verfügbaren Raum zeigen; der erforderliche Bewegungsraum des Tores wird in der Planung festgelegt.

Bodenhöhen über den gesamten Bewegungsweg erfassen

Ein Foto der geschlossenen Einfahrt belegt nicht die Bodenfreiheit bei vollständig geöffnetem Tor. Erfassen Sie den Boden unter dem gesamten vorgesehenen Bewegungsweg sowie Höhenunterschiede und feste Hindernisse. Ordnen Sie die Beobachtungen bestimmten Stellen zu, damit Lageplan und Fotos gemeinsam gelesen werden können.

Eine über die Öffnung hinweg ansteigende Fahrbahn ist etwas anderes als ein bergauf fahrendes Tor. Bei manchen Systemen mit unterem Laufträger müssen die Laufrollenwagen auf einer horizontalen Lauflinie ausgerichtet sein. Die Eignung muss deshalb anhand der gewählten Beschläge und der tatsächlichen Höhen geprüft werden, statt anzunehmen, dass ein bodenschienenloses Tor jeder Neigung folgt.

Bodenfreiheit ist kein Abstand, der einfach möglichst groß sein sollte. Sie gehört zur Beurteilung der gesamten Einfahrt, einschließlich der Torbewegung und der Annäherungsmöglichkeiten von Personen. Allein aus der Torart lässt sich kein allgemeingültiger Bodenabstand vorschreiben.

Torgestaltung und Lagerung gemeinsam planen

Höhe und Füllung sind Planungsgrundlagen, keine Ausstattungsdetails, die erst nach der Konstruktion gewählt werden. Halten Sie die gewünschte Höhe und eine offene, sichtgeschützte oder geschlossene Füllung fest. Windeinflüsse und die Festigkeit der gesamten Lagerungsanordnung müssen zusammen betrachtet werden; ein blickdichtes Erscheinungsbild belegt keine Windlastklasse.

Bei den freitragenden Schiebetoren von CAIMEN, deren beweglicher Flügel neben der Öffnung durch Laufträger und Laufrollenwagen getragen wird, stimmen wir Lagerungspositionen und seitlichen Rücklaufraum auf Tor und Standort ab. Rahmen, Laufbeschläge und tragende Bauteile müssen zur selben Konstruktion passen; ein anderer Antrieb kann eine ungeeignete mechanische Anordnung nicht korrigieren.

Die Standortaufnahme sollte den vorgesehenen Lagerungsbereich sowie verfügbare Angaben zu vorhandenen Bauteilen und Bodenverhältnissen benennen. Das Aussehen einer Betonfläche belegt nicht, dass sie die Torlager aufnehmen kann. Fundamentmaße und Verankerungsdetails richten sich nach der gewählten Konfiguration und den örtlichen Bedingungen, nicht nach einer pauschalen Regel zur Öffnungsbreite.

Zufahrtsnutzung vor den Gerätestandorten klären

Zeigen Sie, wo Fahrzeuge anfahren, während einer Zutrittsanfrage warten und anschließend durchfahren. Berücksichtigen Sie nahe Fußwege, statt jede Person dem Fahrzeugverkehr zuzuordnen. Zwischen beweglichen Flügeln und benachbarten festen Bauteilen können Einzugs- oder Quetschstellen entstehen; der gesamte Bewegungsbereich braucht eine standortspezifische Sicherheitsbeurteilung.

Erfassen Sie die verfügbare Stromversorgung und die benötigten Zutrittsfunktionen. Verdrahtung und Gerätepositionierung bleiben den Anleitungen des gewählten Systems und den zuständigen Fachkräften vorbehalten. Ein Lesegerät gibt eine Bewegung frei; allein bildet es kein vollständiges Schutzsystem. Ebenso belegt die Spezifikation eines Torantriebs nicht die Sicherheit der gesamten Einfahrt.

Standortangaben einem gemeinsamen Lageplan zuordnen

Eine nützliche Standort-Checkliste ordnet jede Beobachtung ihrer Position zu. Die folgende Übersicht beschreibt zu erfassende Angaben, keinen freigegebenen Bauplan.

Standortangabe Was die Aufnahme unterscheiden muss
Lichte Fahrzeugdurchfahrt Nutzbare Durchfahrt und die festen Teile, die sie begrenzen
Seitlicher Rücklaufraum Verfügbarer hindernisfreier Raum in der vorgesehenen Öffnungsrichtung, getrennt von der erforderlichen Flügellänge
Höhe und Füllung Gewünschte Torhöhe und offene oder sichtgeschützte Gestaltung derselben vorgesehenen Anordnung
Bodenhöhen Beobachtungen entlang des gesamten Bewegungswegs mit zugeordneten Positionen
Lagerungsbereich Vorgesehene Positionen, vorhandene Bauteile und bekannte Bodenangaben; Unbekanntes ausdrücklich kennzeichnen
Nutzung der Zufahrt Anfahrt und Wartebereiche der Fahrzeuge, Fußwege, Zutrittsfunktionen und verfügbare Stromversorgung
Fotos und Lageplan Zugeordnete Ansichten und Positionen, damit dieselben Einschränkungen in beiden auffindbar sind

Kennzeichnen Sie unbekannte Maße als unbekannt. Eine Straßenansicht belegt kein verdecktes Fundament, und eine Skizze ohne gemessene Höhen klärt nicht die Eignung bei Gefälle. Solche Lücken sollen sichtbar werden, bevor eine bestimmte Toranordnung akzeptiert wird.

Wenn die vollständige Bewegung eines freitragenden Tores nicht in den verfügbaren Bereich passt, nutzen Toranordnungen bei begrenztem seitlichem Platz andere Bewegungsarten. Teleskop- oder Faltbewegungen benötigen ebenfalls ihren eigenen freien Bewegungsraum. Sie sind anhand derselben Standortaufnahme zu beurteilen, statt sie als Lösung für jede Einschränkung anzunehmen.

Planen Sie eine Einfahrt?

Senden Sie uns Einfahrtsmaße, Standortbedingungen und Zutrittsanforderungen. Gemeinsam können wir geeignete Tor- und Steuerungskonfigurationen prüfen.

CAIMEN-Logo

Über den Autor

CAIMEN

CAIMEN entwickelt und fertigt Tore, Schranken und Zutrittskontrollsysteme für gewerbliche, industrielle und private Einfahrten.

Angebot anfordern

Beschreiben Sie Ihr Torprojekt. Wir melden uns bei Ihnen.

Mit dem Absenden dieses Formulars bestätigen Sie, dass Ihre Angaben gemäß unserer Datenschutzerklärung.

Wählen Sie optionale Zwecke einzeln aus. Notwendige Funktionen bleiben auch bei Ablehnung verfügbar.

Google Tag Manager wird erst geladen, wenn Sie Analytics oder mindestens einen Werbezweck erlauben. Jedes Google-Einwilligungssignal folgt Ihrer entsprechenden Auswahl.

Datenschutzerklärung